USB Boot/Vista
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Vista: System auf externer Festplatte installieren
Standardmäßig lässt sich Vista nur auf internen IDE- oder SATA-Platten einrichten. Mit einigen Tricks ist aber auch die Installation auf einem externen Laufwerk möglich. Diese Option ist vor allem für Anwender interessant, die XP und Vista parallel betreiben wollen, nicht genügend Platz auf der internen Festplatte haben und keine weitere Festplatte einbauen wollen oder können.
Während der Installation zeigt der Vista-Partitionierer auch die Partitionen externer Festplatte oder USB-Sticks an. Als Zielpartition lassen sich diese allerdings nicht angeben: Es erscheint eine Meldung mit dem Hinweis, dass die Installation auf USB- oder Firewire-Platten nicht möglich sei. Warum Microsoft diese Option nicht vorgesehen hat, ist unbekannt. Möglicherweise stehen der Verwendung von Wechsellaufwerken mehr lizenzrechtliche als technische Gründe entgegen. Denn über einen Umweg lässt sich Vista auch von einer USB-Platte starten.
Bootfähigkeit prüfen: Bevor Sie loslegen, prüfen Sie zuerst, ob Ihr PC überhaupt von einer USB-Festplatte starten kann. Schließen Sie die Platte an, starten Sie den Rechner und gehen Sie in das BIOS-Setup (meist über die <Entf.>- oder <F2>-Taste). Bei älteren Rechnern stellen Sie die Bootreihenfolge etwa unter „Advanced Bios Features“ auf „USB-HDD“. Bei neueren PCs finden Sie die Einstellungen meist unter dem Menü „Boot“. Einige Hauptplatinen - vor allem von Asus - bieten ein Bootmenü, dass Sie über die <F8>-Taste erreichen. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie das USB-Laufwerk als erste Festplatte angeben können.
Vista einrichten: Als Nächstes befördern Sie Vista auf die externe Festplatte. Dazu können Sie beispielsweise eine Klon-Software wie Acronis True Image 10 verwenden (http://www.acronis.de, ab 49,95 Euro). Der einfachste und schnellste Weg ist aber, die Platte aus dem externen Gehäuse aus- und als einzige Festplatte vorübergehend in den PC einzubauen und Vista drauf einzurichten. Wenn Vista läuft, schließen Sie ein externes USB-Gerät an. Vista kopiert dann den Treibern USBSTOR.SYS in das Verzeichnis Windows\System32\Drivers. Stellen Sie sicher, dass dieser Treiber tatsächlich vorhanden ist.
Vista startfähig machen: Bauen Sie jetzt die Festplatten wieder um und booten Sie das bisherige System. Starten Sie den Windows Registrierungseditor, klicken Sie auf „Hkey_Local_Machine“ und gehen Sie auf „Datei, Struktur laden“. Wählen Sie die Datei „System“ aus dem Verzeichnis „Windows\System32\config“ der Vista-Installation. Im Dialog „Struktur laden“ geben Sie hinter Schlüsselname „Z“ ein. Danach erreichen Sie den System-Zweig der Vista-Registry über „Hkey_Local_Machine\Z“. Gehen Sie auf „Hkey_Local_Machine\Z\ControlSet001\Services“ und ändern Sie bei den Schlüsseln usbccgp, usbehci, usbhub, usbohci und/oder usbuhci den Wert „Start“ jeweils auf „0“. Tragen Sie für „Group“ jeweils „System Reserved“ ein. Im Schlüssel „usbstor“ ändern Sie Start ebenfalls auf „0“ und erstellen hier zusätzlich die Zeichenfolge „Group“ mit dem Wert „System Reserved“ ein. Wiederholen Sie die Änderungen für jedes weitere ControlSet („ControlSet002“, „ControlSet003“, wenn vorhanden). Klicken Sie danach auf den Schlüssel „Hkey_Local_Machine\Z“ und gehen Sie auf „Datei, Struktur entfernen“.
Danach können Sie Vista von der externen Platte starten (Bootreihenfolge beachten). Schließen Sie gleichzeitig keine weiteren USB-Geräte an. Die Reigenfolge der Laufwerke kann sich dadurch ändern und Vista startet dann nicht mehr.


