P2p

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P2P: Die Technik

Peer to Peer (P2P) steht für eine gleichberechtigte Verbindung zwischen mehreren (privaten) Computern. Jeder Teilnehmer nimmt Dienste in Anspruch und bietet sie gleichzeitig selbst an. Damit der Dateitausch funktioniert, gibt es einen Zwangs-Upload. Sobald die ersten Teile einer Datei auf Ihrer Festplatte liegen, werden sie auch schon wieder weitergegeben.

Das P2P-Verfahren steht im Gegensatz zum Server-basierten Netzwerk, wie es beispielsweise beim Download einer Datei von einer Internet-Seite (Web-Server) über den Web-Browser zum Einsatz kommt. Es ist allerdings auch etwas komplizierter, weil Sie zuerst Client-Software und Firewall konfigurieren müssen. Dafür werden Sie aber durch ein reichhaltiges Angebot und bei Emule auch durch eine unkomplizierte Suche entschädigt.

So funktionieren Peer-to-Peer-Netze

Infrastruktur: Im Peer-to-Peer-Netz (links) tauschen die beteiligten Computer die Daten untereinander aus, im Server-basierten Netz (rechts) kommen die Daten vom zentralen Server

Ganz ohne Server kommen aber auch die P2P-Netzwerke für den Dateitausch nicht aus, denn das Tauschprogramm muss ja erfahren, bei welchem Mitglied des Netzwerks die gewünschte Datei zu finden ist. Wie die Kommunikation zwischen Client und Server genau abläuft, ist bei jedem P2P-Netz etwas anders. Nachfolgend finden Sie zwei Beispiele. Emule: Dieser verbreitete Tauschbörsen-Client unterstützt mit Edonkey 2000 (eD2k) und Kademlia zwei unterschiedliche Netzwerk-Infrastrukturen, die in der Regel gleichzeitig zum Einsatz kommen. Im eD2k-Netz verbindet sich jeder Client erst einmal mit einem Server, und der Server überprüft, ob der Datenaustausch problemlos möglich ist (siehe nächsten Abschnitt). Danach übermittelt das Programm die Liste der für den Tausch freigegegeben Dateien. Jede Datei ist durch einen eindeutigen Hash-Wert (Prüfsumme) gekennzeichnet, der eine Identifikation auch bei abweichenden Dateinamen ermöglicht. Der Server speichert Dateilisten und zugehörige Clients und stellt diese für die Suche zur Verfügung. Der Transfer der Dateien erfolgt dann ausschließlich zwischen den Clients. Der Server ist daran nicht beteiligt. Das Kademlia-Netzwerk funktioniert etwas anders, denn es kommt ohne Server aus. Es muss lediglich die Adresse eines anderen Emule-Clients bekannt sein. Jeder Client übernimmt nach dem Verbinden Serveraufgaben, verwaltet also selbst die Dateilisten und Suchanfragen.

Bit Torrent: Bit-Torrent-Netzwerke benötigen in der Regel ebenfalls einen Server, der hier den Namen Tracker trägt (englisch „to track“: verfolgen). Die Tracker dienen nur dazu, Informationen über eine Datei und der am Download beteiligten Rechner (Schwarm) zu vermitteln. Eine Suchfunktion gibt es nicht. Wie Sie das Gewünschte aufstöbern, lesen Sie unter Bit Torrent

Für den Download benötigen Sie eine Torrent-Datei, die Sie über eine Web-Seite oder ein Forum herunterladen und mit dem Bit-Torrent-Client öffnen. Die Torrent-Datei enthält Infos über den Tracker und die Datei, die Sie herunterladen möchten. Ist der Tracker nicht mehr verfügbar, können Sie die Datei auch nicht mehr herunterladen.