Nlite
Aus PC-WELT-Wiki
XP-DVD mit Treiber, Updates und Anwendungen
Eine Neu-Installation von Windows bedeutet viel Arbeit. Neben dem System müssen Sie alle Updates, zusätzliche Treiber und die gesamte Software neu einrichten. Praktischer ist eine All-inclusive-DVD, die alles Wesentliche gleich parallel zu Windows installiert.
Mit Nlite können Sie ganz leicht Patches und Anwendungen, deren Installationsdateien speziell aufbereitet wurden, in Ihre Windows-CD/-DVD einbinden.
Updates besorgen: Zunächst sollten Sie sich die Setup-Dateien aller sicherheitsrelevanten Updates für Ihr System besorgen. Am einfachsten geht das über unseren pcwUltimateLoader. Starten Sie das Tool per Doppelklick aus einem Konto mit Admin-Rechten, klicken Sie auf "MegaLoader öffnen" und dann unten auf "Update", um das Tool zu aktualisieren. Falls es eine neue Version gibt, laden Sie sie herunter und starten das Tool neu. Nun wählen Sie ein leeres Haupt-Zielverzeichnis, in das alle Updates heruntergeladen werden sollen, und aktivieren die Klickbox, um das aktuelle Service Pack ebenfalls herunterzuladen. Falls Sie die Setup-Datei bereits haben, kopieren Sie sie in Ihr Haupt-Zielverzeichnis. Dann klicken Sie auf "Überprüfen" und folgen den Anweisungen (beim ersten Aufruf müssen einige Hilfs-Tools heruntergeladen und installiert werden). Nachdem das Tool die Patchliste ermittelt hat, klicken Sie auf "Laden".
Anwendungen besorgen: Im nächsten Schritt besorgen Sie sich alle Anwendungen, die auf die Windows-CD/-DVD kommen sollen. Damit Nlite die Anwendungen integrieren kann, müssen sie als selbst-installierende Archive gepackt sein. Beispielsweise unter http://winaddons.com/nlite-addons finden Sie über 1300 Anwendungen, die bereits für die Nlite-Integration aufbereitet wurden. Laden Sie sich die gewünschten Anwendungen von dort einfach in Ihr Haupt-Zielverzeichnis herunter.
Nlite nutzen: Nachdem Sie Nlite gestartet haben, legen Sie Ihre XP-CD ein, klicken in Nlite auf "Weiter" und wählen dann über "Suchen" das CD-Laufwerk aus. Damit die Dateien verändert werden können, wird der Inhalt der CD auf die Festplatte kopiert. Im nächsten Schritt können Sie die Optionen auswählen, die Nlite abarbeiten soll. Falls auf Ihrer XP-CD nicht sowieso schon das aktuelle Service Pack integriert ist, aktivieren Sie die erste Option. Dann aktivieren Sie noch "Hotfixes, Updatepacks und Addons", "Unbeaufsichtigte Installation" und "Bootfähiges ISO Image". Die restlichen vier Optionen können Sie, wenn Sie möchten, natürlich ebenfalls aktivieren.
Updates & Tools einbinden: Klicken Sie auf "Weiter", und folgen Sie dem Assistenten, bis Sie den Dialog "Hotfixes, Updatepacks und Addons" erreichen. Klicken Sie hier auf "Einfügen", öffnen Sie Ihr Haupt-Zielverzeichnis, stellen Sie die Ansicht auf "Details" um. Sortieren Sie die Liste absteigend nach Datum, indem Sie auf den Spaltentitel "Geändert am" klicken. Dann wählen Sie mit gedrückter <Strg>-Taste alle Tool-Dateien, deren Namen mit "ProgramAddons" beginnen, und markieren außerdem alle Updates nach 2004, deren Name mit "windows" oder "ie7" beginnt. Nachdem Sie alles markiert haben, klicken Sie auf "Öffnen". Updates, die Nlite nicht unterstützt, verweigert es. Ignorieren Sie diese Fehler. Ist das erledigt, erscheint die Liste im Nlite-Fenster. Klicken Sie auf "Weiter", und folgen Sie dem Assistenten, bis der Dialog "Unbeaufsichtige Installation" erscheint.
Treiber mit INF-Datei einbauen: Nlite bietet auch eine Option "Treiber integrieren". Bevor Sie diese verwenden, legen Sie für jeden Treiber ein eigenes Verzeichnis auf Ihrer Festplatte an (etwa C:\Treiber\<Komponente>). Dorthin entpacken Sie die gewünschten Dateien. Kontrollieren Sie jedes Treiberpaket, ob es eine INF-Datei enthält. Wenn ja, kann Nlite sie ohne weiteren Aufwand einbinden. Dazu starten Sie das Programm, laden die bereits begonnene Slipstream-Version, bis Sie die Aufgabe "Treiber Integration" erreichen. Nach einem Klick auf "Weiter" fordert Sie Nlite auf, den Ordner auszuwählen, der die INF-Datei enthält. Sie öffnen die Datei, und das Tool integriert den Treiber in die angepasste Windows-Version.
Treiber mit Setup-Dateien: Viele Treiber werden über Setup-Dateien gestartet und benötigen Benutzereingaben zur Installation. Um solche Treiber einzubauen, muss sich das Setup so weit konfigurieren lassen, dass es ohne Benutzereingaben abläuft (Silent-Installation). Dazu müssen Sie sich entweder gut mit Setup-Programmen auskennen oder es mit dem Nlite-Zusatzprogramm Nlite Add-On Maker versuchen. Das Tool enthält für einige gängige Treiber eine Reihe von Voreinstellungen für eine Silent-Installation. Starten Sie das Zusatzprogramm, und wählen Sie die betreffende EXE-Datei aus, die Sie zuvor auf Ihrer Festplatte abgelegt haben. Dann ergänzen Sie noch einige Informationen zur Treiberbeschreibung und aktivieren den Prozess mit einem Klick auf "Datei erstellen". Klappt das Verfahren, erhalten Sie eine CAB-Datei, die sich in Nlite über die Aufgabe "Hotfix und Addon Integration" in die Slipstream-Windows-Version einbauen lässt.
SATA, RAID und SCSI-Treiber: Treiber für SATA-Controller binden Sie während der Windows-Installation üblicherweise ein, indem Sie eine entsprechende Diskette einlegen und <F6> drücken. Solche Treiber bindt Nlite ebenfalls ein, sofern sie Dateien mit den Endungen CAT, INF und SYS sowie eine "txtsetup.OEM" enthalten. Ist das der Fall, kopieren Sie alle zum Treiber gehörigen Dateien in ein Verzeichnis Ihrer Wahl auf die Festplatte. Um herauszufinden, ob sich der Treiber ohne weitere Zwischenschritte einbinden lässt, untersuchen Sie die "txtsetup.OEM" mit einem Text-Editor. Der Abschnitt "?Disks?" ist entscheidend: Geht aus ihm hervor, dass die Treiberdateien im Root-Verzeichnis stehen, müssen Sie nichts anpassen. Liegen sie dagegen in einem Unterverzeichnis, müssen Sie sowohl den Verweis auf die zu suchende Datei (tagfile) als auch die Pfadangabe für die zu installierenden Dateien ändern.
Automatisch installieren: Über diesen NLite-Dialog können Sie die neue Setup-CD/DVD so konfigurieren, dass alles ohne Rückfragen installiert wird. Wählen Sie dazu auf der Registerkarte "Allgemein" unter "Unbeaufsichtigter Modus" die Option "FullUnattended" und unter "OEM Preinstall" die Option "Aktiviert". Dann geben Sie noch Ihre Seriennummer in das dafür vorgesehene Feld ein und wechseln auf die Registerkarte "Benutzer". Hier geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort Ihres Hauptbenutzer- und des "Administrator"-Kontos ein, dann wechseln Sie auf die Registerkarte "Netzwerk ID". Geben Sie Ihren Namen und gegebenenfalls noch den Computernamen und die Arbeitsgruppe ein, und wechseln Sie auf die Registerkarte "Regional". Hier suchen Sie Ihre Zeitzone aus und wechseln auf die Registerkarte "Anzeige". Wählen Sie hier Standardwerte für die Farbtiefe, Bildschirmauflösung und Aktualisierungsrate für Ihr zukünftiges System aus. Sie können jetzt natürlich bei Bedarf noch weitere Einstellungen auf den anderen verfügbaren Registerkarten treffen. Nachdem Sie die Konfiguration beendet haben, klicken Sie auf "Weiter" und folgen dem Assistenten, bis der Dialog zum Verarbeiten der Einstellungen erscheint.
ISO-Image anlegen: Sind die Einstellungen angelegt, erscheint eine Zusammenfassung der vorgenommenen Änderungen. Nach einem Klick auf "Weiter" können Sie ein ISO-Image erstellen. Dazu wählen Sie als Modus "Image erstellen", geben unter ISO-Namen eine aussagekräftige Bezeichnung an und klicken schließlich auf "Erstelle ISO". Wurde das Image angelegt, können Sie es entweder auf eine CD/DVD brennen (wählen Sie dazu den Modus "Image brennen"), oder Sie fahren mit dem nächsten Tipp fort und binden noch Microsoft Office in Ihre Setup-DVD ein.



