Bart PE PCW Edition 2
Aus PC-WELT-Wiki
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Mit Barts PE Builder (www.nu2.nu) erstellen Sie aus einer Windows-XP-Installations-CD ein schlankes Zweit- oder Notfallsystem. Das Mini-System führt Reparaturen durch, untersucht Festplatten auf Virenbefall oder dient als sichere Surfumgebung. Bart PE lässt sich auf Festplatte oder CD einrichten oder von einem USB-Stick starten. Die letztgenannte Option, der USB-Stick, vereint die Vorteile der CD mit jener der Festplatte: Der Stick eignet sich gut für den mobilen Einsatz und ist zudem beschreibbar, um Virensignaturen und Programme zu aktualisieren oder hinzuzufügen. Zusätzliche Infos zu Bart PE finden Sie in diesem Wiki unter Bart PE.
Die neue, spezielle Bart PE PC-WELT-Edition 2 ist für die Installation auf einem USB-Stick optimiert. Unser Leser Bernhard Zeiser hat dafür einige Tools entwickelt, die die Nachteile der bisher verfügbaren Installationsmethoden weitestgehend aufheben. Entpacken Sie Bart PE PC-WELT-Edition 2 in das Hauptverzeichnis der Festplatte. Dabei entstehen die Ordner "Pebuilder" und "Pebuilder-Stick". Wie Sie dann im Einzelnen vorgehen, ist nachfolgend genau beschrieben. Zu diesem Beitrag gibt es auch ein Video-Tutorial, das die erforderlichen Arbeitsschritte vorführt.
Wichtig Entpacken Sie das Archiv in das Wurzelverzeichnis einer Festplatte, beziehungsweise kopieren Sie die Dateien nach dem Entpacken dorthin. Sie haben danach beispielsweise die Ordner C:\pebuilder und C:\pebuilder-stick. Entpacken Sie die Ordner nicht in ein Unterverzeichnis. Starten Sie danach C:\pebuilder-stick\!HoleDateien.cmd. Damit laden Sie noch einige zusätzliche und notwendige Dateien herunter.
Voraussetzungen
Für Bart PE Builder benötigen Sie eine Windows-XP-Installations-CD mit integriertem Service Pack 2. Wenn Sie diese noch nicht besitzen, müssten Sie zunächst das aktuelle Service Pack 2 in die Setup-Dateien einbinden. Der PE Builder kann Ihnen diese Aufgabe abnehmen. Starten Sie das Programm \Pebuilder\Pebuilder.EXE und gehen Sie auf "Quelldateien, Slipstream". Geben Sie in der oberen Zeile den Pfad zu den Windows-XP-Setup-Dateien an. In der Regel wird es sich um eine CD handeln. In diesem Fall aktivieren Sie zusätzlich die Klickbox "Quelle ist schreibgeschützt". In der zweiten Zeile geben Sie den Pfad zur Service-Pack-2-Datei an (Download über www.pcwelt.de/sp2, 265 MB).
Die dritte Zeile ist aktiviert, wenn Sie oben eine schreibgeschützte Quelle angegeben haben. Hier können Sie einen beliebigen leeren Zielordner eintragen, der allerdings etwa 1 GB freien Platz bieten muss. Nach "OK" startet die Integration. Anschließend erhalten Sie im Hauptfenster des PE Builders als "Quelle" automatisch den Zielordner der Slipstream-Aktion.
Bart PE vorbereiten
Der Ordner "\Pebuilder" dient zum Erstellen des Ordners "Programs", in dem später die Anwendungen auf dem Stick liegen. Diesen Ordner können Sie auch verwenden, wenn Sie Bart PE für eine CD oder für die Installation auf Festplatte verwenden möchten. Das Verzeichnis "\Pebuilder-Stick" ist für die ISO-Datei zuständig, aus der Windows gestartet wird. Im Verzeichnis "Plugins" liegen jeweils die Konfigurationsdateien für die unterschiedlichen Anwendungen, die Sie unter Bart PE starten können, und im Ordner "Pebuilder" auch zusätzlich die Programmdateien.
Starten Sie zuerst "\Pebuilder\Pebuilder.EXE". Unter "Quelle" müssen Sie den Ordner mit den Windows-Installationsdateien eintragen, und unter "Zielordner" muss "BartPE" stehen. Wählen Sie unter "Bootmedium" die Option "ISO-Image erstellen". Beenden Sie das Programm, und starten Sie dann "\Pebuilder-Stick\Pebuilder.EXE". Nehmen Sie hier die gleichen Einstellungen vor.
Wichtig: Zum Erstellen von Bart PE benötigen Sie noch einige Dateien, die nicht auf der CD und im Download-Archiv nicht enthalten sind. Um diese herunterzuladen, stellen Sie eine Internet-Verbindung her und starten "\Pebuilder-Stick\!HoleDateien.cmd".
Boot-Stick erstellen
Stecken Sie den USB-Stick ein, und starten Sie "\Pebuilder-Stick\InstallStick.exe". Das Programm versucht, das Stick-Laufwerk automatisch zu finden. Wenn das nicht klappt, klicken Sie auf "Sticklaufwerk ändern", wählen das Laufwerk manuell aus und klicken auf "Laufwerk verwenden". Jetzt beginnt die eigentliche Bestückung des Sticks.
Formatieren: Zunächst wechseln Sie auf die Registerkarte "Klick by Klick", und klicken auf "Stick formatieren". Damit starten Sie ein Tool, über das Sie den Stick neu formatieren müssen (vorhandene Daten vorher sichern!). Achten Sie darauf, dass das richtige Laufwerk unter "Device" angegeben ist. Wählen Sie unter "File system" den Eintrag "FAT", bei Datenträgern mit 4 GB oder höher ist auch "NTFS" möglich. Dann klicken Sie auf "Start", warten die Formatierung ab und klicken danach auf "Close". Ordner anlegen: Im Fenster "InstallStick" klicken Sie jetzt auf "Ordner Programs erstellen". Damit starten Sie "\Pebuilder\Pebuilder.EXE". Klicken Sie hier auf "Start" und nach Abschluss des Build-Vorgangs auf "Schließen" und "Beenden". Danach liegt der Ordner mit den Programmdateien für den Stick unter "\Pebuilder\Bartpe\Programs". Im folgenden Dialog klicken Sie auf "Nein", um alle Dateien auf den Stick zu kopieren.
ISO-Datei erstellen: Über die Schaltfläche "Setup PEBuilder Stick" starten Sie "\Pebuilder-Stick\Pebuilder.EXE". Der weitere Ablauf entspricht Schritt 2, nur dass InstallStick am Ende die ISO-Datei auf dem Stick erstellt. Das Fenster zeigt Ihnen in den letzten Zeilen die Größe der ISO-Datei und den dafür erforderlichen Hauptspeicher an. Mit der von uns gelieferten Standardkonfiguration hat die ISO-Datei knapp 160 MB und benötigt beim Booten etwa 220 MB RAM.
Aktualisieren: Mit "Virensignaturen Update" können Sie zum Abschluss die Signaturen von Virenscanner und Antispyware über das Internet aktualisieren. Diese Schaltfläche sollten Sie regelmäßig verwenden, um die Signaturen auf den neuesten Stand zu bringen.
Wenn Sie Bart PE auf einem weiteren Stick installieren möchten oder später Aktualisierungen vornehmen wollen, können Sie die Schaltfläche "One Klick Stick" auf der Registerkarte "One Klick" verwenden. Sie müssen dann nicht mehr jeden Konfigurationsschritt einzeln anklicken.
USB-Stick verwenden
Sie können jetzt den PC neu starten und vom USB-Stick booten (siehe PC von USB-Geräten booten). Auf dem Bildschirm erscheint "Ramdisk-Abbild wird geladen", darunter ein Fortschrittsbalken. Danach startet Bart PE aus der Ramdisk. Es dauert jetzt etwas, bis das System für die Verwendung des Ordners "Programs" auf dem Stick initialisiert ist. Danach erscheint das "Go"-Menü links unten, über das Sie die gewünschten Anwendungen starten, beispielsweise den Virenscanner Avira Antivir Personal Edition Classic über "Go, Programme, Av Personal".
Tipp: Bart PE stellt die Auflösung meist auf 800 x 600 ein. Das wirkt vor allem bei LC-Displays unscharf. Über "Go, System, Anzeige, Auflösung" stellen Sie eine höhere Auflösung ein, beispielsweise "1280x1024".
Alternative Bootmethode
Das Booten über die ISO-Datei und Ramdisk funktioniert auf fast allen PCs und ist daher die bevorzugte Methode. Sie können aber auch ausprobieren, ob Bart PE direkt vom Stick booten kann. Ob das funktioniert, hängt vom Bios sowie Typ und Geschwindigkeit des USB-Gerätes ab. Außerdem darf der Stick nur eine Kapazität von maximal 2 GB besitzen. Die Vorteile bei diesem Verfahren: Sie haben auch auf das Windows-Verzeichnis jederzeit vollen Zugriff und können hier bei Bedarf Änderungen vornehmen. Außerdem lädt Windows beim Start die USB-2.0-Treiber, was den Bootvorgang beschleunigt.
Wenn sich auf dem USB-Stick noch Dateien befinden, kopieren Sie diese an einen anderen Ort. Erstellen Sie dann die Bart PE-Dateien mit Hilfe von "\Pebuilder\Pebuilder.EXE". Unter "\Pebuilder\BartPE" liegen danach alle Dateien für das System und die Anwendungen. Starten Sie "\Pebuilder\PeToUSB\PeToUSB.EXE". Prüfen Sie, ob unter "Ziellaufwerk" der richtige Pfad zum USB-Stick eingestellt ist, und ändern Sie diesen gegebenenfalls. Aktivieren Sie die Klickbox vor "Erlaube Formatieren", geben Sie unter "Quellpfad" den Ordner an, in dem die Bart-PE-Dateien liegen, und aktivieren Sie die Klickbox vor "Aktiviere Kopieren". Klicken Sie zum Abschluss auf "Start". Danach können Sie den PC vom USB-Stick booten.
Bart PE fast wie Windows XP
Der PE Builder nutzt ein Plug-in-Konzept, über das sich Bart PE schnell um zusätzliche Anwendungen erweitern lässt. Einige interessante Anwendungen haben wir bereits vorbereitet. Um diese zu aktivieren, starten Sie "\Pebuilder\Pebuilder.EXE" und klicken auf die Schaltfläche "Plugins". Wählen Sie die gewünschte Anwendung aus, beispielsweise "Firefox Portable", und klicken Sie auf "(de)aktivieren". Danach klicken Sie auf "Schließen" und "Beenden". Wiederholen Sie die Konfiguration mit PE Builder aus dem Verzeichnis "Pebuilder-Stick", und führen Sie danach die Installation auf dem Stick durch wie im Punkt 3 beschrieben.
Mehr Windows für den Stick: Verglichen mit einem vollständigen Windows bietet Bart PE eine vergleichsweise spartanische Oberfläche. Insbesondere fehlen Windows- und Internet Explorer. Über das XPE-Plug-in rüsten Sie das Fehlende nach. Aktivieren Sie alle Plug-ins, die "Windows XPE" enthalten, sowie "QSoft RAMDisk AutoResizer", und deaktivieren Sie "Nu2Shell" und "Startup Group". Danach erstellen Sie Bart PE über InstallStick neu. Da die ISO-Datei durch XPE auf knapp 400 MB anwächst, eignet sich dieses System allerdings nur für PCs, die mit voller Geschwindigkeit von USB booten können. Hinweis: Achten Sie darauf, dass in beiden Verzeichnissen immer die gleichen Plug-ins aktiv sind. Sonst kopiert InstallStick die Dateien in das Verzeichnis "Programs" aber der zugehörige Menüeintrag erscheint nicht unter Bart PE.
Plug-ins anpassen
Für Bart PE gibt es viel weitere nützliche Plug-ins, die Sie kostenlos aus dem Internet herunterladen können. Informationen und Downloadquellen finden Sie beispielsweise unter http://www.nu2.nu, http://www.bootcd.us oder http://www.911cd.net.
Kopieren Sie neue Plug-ins jeweils in die Ordner "Pebuilder\Plugin" und "Pebuilder-Stick\Plugins". Damit die Plug-ins mit dem von Bernhard Zeiser entwickelten Verfahren funktionieren, sind einige Anpassungen nötig. Wir beschreiben das prinzipielle Verfahren anhand des Dateimanager-Plugins A43, das Sie im Ordner "Plugins\A43" finden.
Beim Plug-in im Ordner "Pebuilder" müssen Sie nichts ändern. Die zugehörigen INF- und XML-Dateien sowie der Ordner "Files" mit den Programmdateien dienen zur Erstellung des Orders "Programs" auf dem Stick. Aus "Pebuilder-Stick\Plugins\A43" öffnen Sie die Dartei A43.INF in einem Text-Editor. Löschen Sie die Zeilen in den Abschnitten "[WinntDirectories]" und "[SourceDisksFiles]", oder kommentieren Sie sie mit einem vorangestellten Semikolon (";") aus. Öffnen Sie die Menü-Datei A43_nu2menu.xml in einem Editor. Ändern Sie die mit "<MITEM" beginnende Zeile, wie in der Abbildung zu sehen ist. Das für die Menüerstellung zuständige Programm ermittelt dann über "GetRegKey" den Laufwerksbuchstaben des USB-Sticks und prüft, ob sich im angegebenen Ordner die Datei A43.EXE befindet. Wenn das der Fall ist, erstellt es den zugehörigen Menüeintrag, der auf den Ordner "Programs" auf dem Stick verweist.
PC von USB-Geräten booten
Nicht alle Hauptplatinen und Notebooks unterstützen das Booten von USB ohne Probleme und Einschränkungen. Viele Modelle schalten in den Low-Speed-Modus mit einer Übertragungsrate von 192 KB/s oder den Full-Speed-Modus mit 1,5 MB/s. Hier ist es wichtig, das ISO-Image für den Stick möglichst klein zu halten und die Anwendungen auszulagern. Erst wenn ein USB-2.0-Treiber geladen ist, erreicht der USB-Port die maximale Übertragungsrate von theoretisch 60 MB/s (High-Speed-Modus). Unter USB_Boot informiert Sie in diesem Wiki eine Liste, welche Hauptplatinen und Notebooks den High-Speed-Modus beim Booten beherrschen, welche nicht. Wenn Sie Ihr Gerät dort nicht finden, freuen wir uns, wenn Sie unsere Liste entsprechend Ihrer Erfahrung erweitern.
Wenn das Bios das Booten vom USB-Stick grundsätzlich unterstützt, sehen Sie im Menü „Advanced Bios Features“, „Advanced“ oder „Boot“ eine entsprechende Option. Beim ersten Bootlaufwerk, meist „First Boot Device“ oder „Boot Sequence“ genannt, muss entweder „USB-FDD“, „USB-ZIP“ oder „USB-HDD“ stehen. Eine Einstellung, die für alle USB-Sticks passt, gibt es nicht. Wählen Sie daher zunächst etwa „USB-HDD“. Will der Stick später nicht booten, nehmen Sie die nächste Option. Ferner muss „USB Legacy Support”, meist unter „Integrated Peripherals“ oder „Advanced“, auf „Enabled“ gesetzt sein.
Weblinks
- Multiboot-CD/DVD mit mehreren Systemen erstellen
- Video-Tutorial Video-Tutorial "Bart PE auf einem USB-Stick installieren"
- Barts Tool CD Online
- Barts Webseite
Downloads
Plugins


