Windows Update
Aus PC-WELT-Wiki
Updates und Service Packs
==> zum Vista-Dienst "Windows Update" siehe Seitenende [STRG-ENDE]
Auf jede Installation von Windows, Internet Explorer und Office folgt eine Serie von Updates. Doch trotz der Hotfixes ist die Software morgen schon wieder unsicher ...
Was haben Sie nach dem Urlaub zuerst am PC getan - Mails gelesen, via Internet in den nächsten Urlaub gesurft oder endlich die Steuererklärung erledigt? Kein Update installiert? Dann haben Sie eventuell etwas Wichtiges verpasst und sollten das nachholen. Ob Betriebssystem, Internet Explorer (IE) oder Office - mindestens eine Komponente braucht gewiss ein Update oder Service Pack (SP). Das ist keine bloße Vermutung - Microsoft bringt nahezu permanent Hotfixes für seine Produkte heraus. Nicht nur, weil die Software von Haus aus löchrig ist, sondern weil dort die Löcher am fleißigsten gesucht werden ... Microsoft-Produkte sind nicht perfekt, das wissen Sie. Nutzen Sie deshalb den kostenlosen Update-Service voll aus, das ist Ihr gutes Recht als zahlender Kunde. Lästige Pflichtübung bleibt es trotzdem. Mit unserem Beitrag verlieren Sie beim Stopfen und Flicken nicht den Überblick und finden einen Weg durch den Update-Dschungel. Microsoft kommt Ihnen mit dem automatisierten "Windows Update" entgegen - ein grundsätzlich komfortabler Service. Allerdings müssen nach jeder Neu-Installation Ihres Betriebssystems die umfangreichen Update-Pakete erneut herunterladen. Wir bieten eine bessere Lösung, mit der Sie die Pakete auf der Festplatte sammeln oder eine auf Ihr System abgestimmte Installations-CD brennen können. Außerdem untersuchen wir neue Funktionen des SP1 für Windows XP. Und wir prüfen, ob Microsoft beim Windows Update mehr Informationen sammelt als nötig.
System- und Software-Updates:Welche Arten gibt es?
Verwirrende Begriffe: Es gibt das Windows-Update und Service Packs (SPs), für Office SPs und Service Releases sowie jede Menge Hotfixes. Worin liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Update-Methoden, und was ist für Sie als Anwender relevant?
Updates für alle Windows-Versionen und den Internet Explorer erhalten Sie generell über http://windowsupdate.microsoft.com - das Windows-Update. Dabei ermittelt ein Active-X-Control, welche Updates bei Ihrem System nötig sind, und übernimmt Download sowie Installation. Service Packs gibt es nur für Windows NT 4, 2000 und XP, nicht für Windows 95/98/ME. Es handelt sich um Sammelarchive, die alle bis dato erschienenden Fixes zusammenfassen. Auch wenn Sie die Windows-Update-Seite regelmäßig besuchen, können Sie auf SPs nicht generell verzichten. Sie enthalten manchmal neue Funktionen oder API-Erweiterungen, die in den Einzel-Patches nicht enthalten waren. Windows-SPs sind grundsätzlich kumulativ. Das heißt: Ein SP3 enthält immer auch alle Fixes, Patches und Funktionen von SP1 und SP2. Doch Vorsicht: SPs enthalten bisweilen Funktionen, die vor allem Microsoft nützen. Anwender mit einer illegalen Version von Windows XP können SP1 nicht installieren. Verzichtet der Anwender daher notgedrungen darauf, ist er künftig vom Windows-Update ausgesperrt. Zwar lassen einige Cracks von Windows XP die Installation von SP1 offenbar zu, verlangen dann aber - da die WINLOGON.EXE durch SP1 erneuert wird - wieder eine Aktivierung. Updates für Office finden Sie an anderer Stelle. Die Adresse lautet http://office.microsoft.com/germany/ProductUpdates/default.aspx. Sie bietet einen ähnlichen Service wie das Windows-Update. Die Seite "Produktupdates" überprüft mit einem Active-X-Steuerelement die installierte Office-Version auf fehlende Updates und bietet sie dann zur Installation an. Service Release ist lediglich eine andere Bezeichnung für Office-SPs, die Microsoft mit Office XP aufgegeben hat. Beachten Sie, dass Microsoft hier die unter Windows konsequente Kumulation nicht einhält: Bei Office müssen Sie immer erst SP1 installieren, um danach SP2 aufspielen zu können. Begrenzen lässt sich der Aufwand, wenn Sie das "SP2 für Administratoren" herunterladen. Dieses Paket enthält auch die älteren Patches (www.microsoft.com/office/ork/xp/appndx/appb00.htm#German, 53 MB).
Windows-Update: So benutzen Sie den Online-Service
Wie erreichen Sie den Windows-Update-Dienst, und wie setzen Sie ihn ein?
Sie starten Microsofts Windows-Update über den Link "Windows Update" im Start-Menü oder über "Extras, Windows Update" im IE. Um diesen Service nutzen zu können, müssen Sie den Internet Explorer verwenden und dort sowohl "Active Scripting" als auch "ActiveX Steuerelemente" zulassen - also nicht deaktiviert haben. Wie Sie auch mit anderen Browsern an die Updates kommen, lesen Sie in ==> Punkt 6. Abhängig von der bei Ihrem Rechner installierten Windows-Version erscheint nun die passende Seite. Unter 9x-Systemen (95/98/ME) müssen Sie auf "Produktupdates" klicken, Windows-2000-/XP-Anwender gelangen direkt auf die Update-Seite. Wenn Sie die Update-Funktion das erste Mal verwenden, erscheinen in der Regel Sicherheitswarnungen, die Sie mit "Ja" bestätigen müssen. Danach erfolgt das Aktualisieren der Komponente "Windows Update Control", die für die Statusprüfung des Systems notwendig ist. Unter Windows 95/98/ME beginnt dann sofort die Suche nach fehlenden Updates. Unter Windows 2000 und XP klicken Sie vorher noch auf den Link "Updates suchen". Anschließend erscheint die Liste der für Ihr System sinnvollen Updates beziehungsweise SPs.
Windows-Update: Den Überblick verbessern
Die Update-Seite bietet nicht nur wichtige Sicherheits-Patches, sondern auch zusätzliche Tools und Updates für einzelne Programme. Diese Download-Angebote sind für Anwender irrelevant, die die jeweilige Software nicht nutzen und auch künftig nicht nutzen möchten. Wie lässt sich das Angebot auf der Update-Seite gezielt auf die benötigten Anwendungen einschränken?
Um die Seite an Ihre Bedürfnisse anzupassen, klicken Sie als Anwender von Windows 95/98/ME auf die Schaltfläche "Personalisieren". Danach lassen sich einzelne Komponenten abwählen. Entfernen Sie dazu die Klickbox vor den entsprechenden Zeilen, und klicken Sie auf die Schaltfläche "Update", um die Änderungen zu speichern. Wenn Sie alle Optionen deaktivieren, zeigt Ihnen die Update-Seite nur noch die Rubrik "Wichtige Aktualisierungen und Service Packs". Unter Windows 2000 und XP findet sich der entsprechende Link "Windows Update anpassen" in der Navigationsleiste der Update-Seite. Darüber gelangen Sie auf eine Seite, über die Sie die einzelnen Kategorien abwählen können. Sie übernehmen die Änderungen dann über die Schaltfläche "Einstellungen speichern". Zusätzlich können Sie auf dieser Seite die Klickbox vor "Verknüpfung für Update-Katalog unter Siehe auch anzeigen" aktivieren. Nach dem Speichern finden Sie dann den neuen Link "Windows Update" in der Navigationsleiste. Klicken Sie nun auf "Updates für Microsoft-Betriebssystem suchen". Wählen Sie dann Betriebssystem und Sprache aus. Die Update-Seite zeigt Ihnen alle verfügbaren Pakete für dieses System an. So ist es möglich, Updates für PCs ohne Internet-Anbindung oder mit anderem Betriebssystem herunterzuladen, auf CD zu brennen und später zu installieren (==> Punkte 7 und 8).
Windows-Update: Kontrolle über gesendete Daten
Vielen Anwendern bereitet das Windows-Update Unbehagen. Wenngleich Microsoft immer wieder - übrigens auch direkt beim Update - versichert, dass keine benutzerbezogenen Daten und keine Infos über die installierte Software übertragen werden, bleiben Zweifel: Was passiert genau, welche Daten werden an Microsoft übermittelt?
Welche Daten die Update-Seite tatsächlich überträgt, ist kaum festzustellen, da die Daten aus Sicherheitsgründen verschlüsselt an Microsoft gehen. Es ist jedoch möglich, während des Updates sämtliche Zugriffe auf das Dateisystem und die Registrierdatenbank zu überwachen. Die Update-Funktion kann logischerweise nur die Daten oder übertragen, die es vorher ausgelesen hat. Wir haben alle Daten, für die sich die Update-Funktion interessiert, mit Hilfe von Regmon und Filemon protokolliert (beides englischsprachige Freeware für Windows 95/98/ME, NT 4, 2000 und XP, jeweils Version 4.34 auf Heft-CD und unter www.sysinternals.com, 71 und 79 KB). Dabei erweisen sich die mit Filemon ermittelten Dateizugriffe als unproblematisch. In der Registry liest die Update-Funktion vor allem Schlüssel unter "Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall" und "Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\ProductOptions" aus, um bereits installierte Update-Pakete und die Windows-Version zu ermitteln. Schlüssel mit Verweisen auf personenbezogene Daten oder installierte Software wurden bei unseren Tests nicht gelesen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich künftige Update-Funktionen anders verhalten. Die an den Microsoft-Server versendete Datenmenge beträgt aktuell immerhin 37 bis 40 KB und enthält unter anderem stets eine für den PC eindeutige, 32-stellige Hex-Nummer.
Automatisches Update: So funktioniert es
Alle Windows-Versionen informieren über neue Updates. Unter Windows 2000 und XP lädt das System neue Updates sogar automatisch. Wie lässt sich diese Funktion ein- und ausschalten?
Wenn Sie eine Dialogbox automatisch über aktuelle Updates informiert, ist die Funktion "Benachrichtigung über wichtige Updates von Microsoft Windows" dafür verantwortlich. Sie prüft bei bestehender Online-Verbindung das System im Hintergrund. Ein Klick auf die Schaltfläche "Wichtige Updates" in der Dialogbox verbindet Sie direkt mit der Windows-Update-Seite. Wenn Sie diese Automatismus stört, entfernen Sie ihn über "Systemsteuerung, Software, Updates". Die Update-Seite lässt sich natürlich weiterhin manuell aufrufen. Unter Windows 2000 und XP gibt es zusätzlich das "Dynamische Update". Sie können unter Win 2000 in der Systemsteuerung unter "Automatische Updates" (bei XP unter "Systemsteuerung, System, Automatische Updates") festlegen, ob Sie über vorliegende Updates lediglich benachrichtigt werden, die Installation nach automatischem Download bestätigen oder gar alle Updates vollautomatisch installieren möchten. Die letzte Option hat ihre Tücken: Nur Administratoren können diese Einstellungen vornehmen. Benutzer mit normalen Rechten sind wehrlos gegen die automatische Installation und den eventuell folgenden Zwangs-Reboot. Vor einem solchen Neustart gibt es lediglich einen Fünf-Minuten-Countdown, der nicht abgebrochen werden kann. Ist der Benutzer gerade nicht am Platz, gehen im ungünstigsten Fall Daten aus geöffneten Dateien verloren.
Offline-Archive: Updates und Hotfixes speichern
Modem-Benutzer müssen logischerweise länger online bleiben als etwa DSL-Surfer, bis die Installation eines Patches oder gar eines SPs erledigt ist. Es liegt daher nahe, Kollegen oder Freunden mit solcher Ausstattung SPs und Updates lokal zur Verfügung zur stellen. Die Windows-Update-Seite ist für den Download aber nur bedingt geeignet, weil Sie - zumindest unter Windows 2000 und XP - zwar Updates für andere Windows-Versionen herunterladen können (==> Punkt 3), aber Updates etwa für Office dort nicht finden. Wie geht es trotzdem?
Microsoft bietet sowohl SPs als auch Einzel-Updates für alle Anwendungen auch für die Offline-Weiterverwendung. Im Unterschied zum Windows-Update muss der Download-PC nicht mit jener Version laufen, für die die Updates bestimmt sind. Außerdem lässt sich hier jeder Browser einsetzen. Sie finden sämtliche Microsoft-Updates unter www.microsoft.com/downloads. Hier wählen Sie zunächst in der linken Spalte "German" aus, und klicken Sie auf "Go". Damit erhalten Sie eine deutschsprachige Benutzerführung und erreichen außerdem, dass Updates für deutschsprachige Produkte gesucht werden. Um Updates und Fixes für Windows zu sichten, wählen Sie in den Feldern "Produktname" und "Betriebssystem" jeweils das Gleiche, etwa "Windows 98". Achten Sie dabei auf die genaue Produktbezeichnung, etwa bei Windows XP auf den Zusatz Home oder Professional. Lassen Sie die Suchergebnisse am besten nach Datum sortieren. Wenn Sie dem Link auf ein konkretes Update folgen, ist es unter Umständen nötig, auf der nächsten Seite noch einmal die Sprache für das Update auszuwählen - die Microsoft-Download-Seiten sind nicht einheitlich. Für Office-Updates wählen Sie unter "Produktname" die gewünschte Office-Version und unter "Betriebssystem" das, unter dem die Office-Version läuft. Für den Internet Explorer, die Anwendung mit den meisten Sicherheitslücken, gehen Sie analog vor. Sie können unter "Produktname" auch "Alle" auswählen, sollten dann aber vorm Download manuell aussortieren, wenn Updates etwa für die Intellimouse oder den SQL-Server für Sie und Ihre Bekannten nicht relevant sind. Service Packs für Win 2000/XP: Wollen Sie für Windows 2000 und XP nicht nur die Startdatei für die Online-Installation, sondern komplette SPs herunterladen, wählen Sie das jeweilige SP mit dem Zusatz "Network Install". Wichtig: SP3 für Windows 2000 finden Sie zurzeit nur, wenn Sie als Produktname "Windows 2000 Platform" (nicht "Windows 2000 Professional") auswählen. Komplette Version des IE 6: Diese finden Sie nicht auf der Download-Seite. Stattdessen gibt es dort nur ein schlankes Installationsprogramm, das den Hauptteil der Daten bei der Installation aus dem Internet holt und sich daher nicht zur Offline-Weitergabe eignet. Wollen Sie ein Offline-Archiv erstellen, starten Sie das Setup der Installationsdatei IE6SETUP.EXE mit folgenden Parametern:
ie6setup /c:"ie6wzd.exe /d /s:""#E"
Nun können Sie ein Installationsarchiv erstellen. Das Setup fragt dabei nach dem Zielverzeichnis sowie nach den gewünschten Windows-Versionen. Tipp: Service Packs auf CD können Sie alternativ auch bei Microsoft bestellen. Wie's geht, lesen Sie im Punkt 15.
Windows 2000/XP: So bereiten die Installations-CD mit SP vor
Nach diversen Windows-Updates möchten Sie eine Installations-CD erstellen, die alle SPs und Hotfixes enthält. Bei einer künftigen Neuinstallation erhielten Sie somit gleich wieder ein aktuelles System mit allen Updates, ohne dass Sie sämtlich Updates erneut herunterladen müssen. Wie stellen Sie die CD zusammen?
Jedes SP unterstützt einen Installationsmodus (Slipstream), mit dem Sie die Windows-Originaldateien modifizieren können. Für kleinere Hotfixes gibt es diesen Modus nicht; hier ist zunächst einige Handarbeit angesagt, um sie ebenfalls in die Windows-Installation zu integrieren. Mit folgenden Schritten kommen Sie zu einer aktuellen Windows-CD: SP integrieren: Zuerst benötigen Sie die Windows Installations-CD und das aktuelle SP (==> vorheriger Tipp). Kopieren Sie sämtliche Dateien der CD in ein Verzeichnis Ihrer Wahl. Unter Windows 2000 starten Sie das SP mit dem Parameter /s und der Angabe des Zielordners:
w2ksp3.exe /s:<Zielordner>
Für XP lautet der Befehl:
winxpsp1.exe /s:<Zielordner>
Für "<Zielordner>" geben Sie den Pfad zu dem Verzeichnis an, in das Sie vorher die Daten der Installations-CD kopiert haben. Die Setup-Routine fragt Sie lediglich noch nach einem Ordner für die temporären Dateien; der Rest läuft automatisch. Ein Schritt genügt, um Windows 2000/XP inklusive SP(s) zu installieren. Hotfixes integrieren: Wechseln Sie in das Verzeichnis mit den Installationsdateien der Hotfixes, und gehen Sie dort in das Unterverzeichnis \I386. Relevant sind nur die Einzel-Patches, die nach dem letzten Service Pack erschienen sind. Dort öffnen Sie zuerst die Datei DOSNET.INF mit einem Editor und fügen im Abschnitt "[OptionalSrcDirs]" die Zeile
svcpack
ein. Legen Sie dann ein Verzeichnis mit demselben Namen unter \I386 an. Nun folgt viel Handarbeit: Zunächst müssen Sie alle Hotfix-Dateien umbenennen, und zwar so, dass alles ab dem ersten Unterstrich entfällt - die Extension lassen Sie stehen. Das Beispiel-Hotfix Q311967_W2K_SP3_X86_DE.EXE erhält dann also den Namen Q311967.EXE. Kopieren Sie alle umbenannten Dateien in das Verzeichnis \Svcpack. Wechseln Sie nun in dieses Verzeichnis, und entpacken Sie alle Fixes - das geht mit dem Parameter /x, also beispielsweise
q311967 /x
Als Ziel geben Sie ein temporäres Verzeichnis Ihrer Wahl an. Danach kopieren Sie die entpackten Einzeldateien wieder zurück zu den Installationsdateien - und zwar nach folgendem Muster: Die Katalogdateien (CAT) gehören in den Ordner \Svcpack. Alle anderen müssen Sie jeweils in das Verzeichnis kopieren, in dem sie sich bei der Original-Windows-CD befinden. Ausnahmen: UPDATE.EXE, UPDATE.INF, SPMSG.DLL, SPCUSTOM.DLL, SPUNINST.EXE, UPDATE.VER sowie die Dateien im Unterverzeichnis \Symbols. Am besten erreichen Sie das mit Xcopy. Nehmen wir an, die Windows-Installationsdateien befinden sich unter C:\Wininst, die Hotfixes haben Sie nach C:\Hotfix entpackt. Dann lautet der passende Befehl:
xcopy c:\hotfix\* c:\wininst\i386 /s /r
Nun entfernen Sie Doubletten, nämlich die komprimierten Originaldateien, aus dem Installationsverzeichnis und den Unterverzeichnissen. Stellen Sie den Explorer dazu auf Detailansicht ein, und klicken Sie auf die Spalte "Dateiname". Wo immer ein Dateiname doppelt vorkommt, also sich nur durch die Endung unterscheidet, löschen Sie die Datei, deren Extension auf einen Unterstrich endet. Das Ganze wiederholen Sie in den Unterverzeichnissen von \I386. Tipp: Wenn Sie erst den temporären Hotfix-Ordner (im Beispiel C:\Hotfix) und dessen Unterordner kontrollieren, sehen Sie rasch, nach welchen Dateien Sie suchen müssen. Nach dieser mühseligen Prozedur löschen Sie nun die Datei SVCPACK.IN_ und erstellen mit einem Editor eine Datei namens SVCPACK.INF gemäß ==> Abbildung (Beispiel für Windows 2000). Unter Windows XP sehen die Zeilen 4 und 5 etwas anders aus:
MinorVersion=1 BuildNumber=2600
Ab Zeile 9 müssen Sie die Datei entsprechend für Ihr System anpassen. Damit sind auch die Hotfixes integriert und werden bei einer Windows-Installation automatisch übernommen.
Windows 2000/XP: Bootfähige CD erstellen
Sie haben ein SP und gegebenenfalls auch Hotfixes in das Installationsverzeichnis von Windows 2000/XP integriert (==> voriger Tipp). Wie brennen Sie das komplette Paket auf eine bootfähige CD?
Microsoft verwendet für Installations-CDs von Windows 2000/XP das bootfähige El-Torito-Format. Um selbst gebrannte Installations-CDs bootfähig zu machen, benötigen Sie lediglich das Verzeichnis mit den angepassten Installationsdateien (==> voriger Tipp) und den Bootsektor der Original-Microsoft-CD. Um den Bootsektor zu kopieren, benutzen Sie am besten Barts Boot Image Extractor (Version 1.0 für Windows NT 4, 2000 und XP auf Heft-CD und unter www.nu2.nu, englischsprachige Freeware, 20 KB). Das Tool rufen Sie von der Eingabeaufforderung aus auf, sie müssen lediglich das CD-Laufwerk (im Beispiel E:) als Argument angeben:
bbie e:
Sie erhalten eine 2 KB große Datei namens IMAGE1.BIN. Mit dieser Datei machen Sie Ihre Installations-CD bootfähig. Das funktioniert mit jeder Brenn-Software, die das Erstellen von Boot-CDs auf Basis einer Image-Datei unterstützt. Als Image-Datei für den Bootsektor geben Sie IMAGE1.BIN an, als Emulationstyp "No Emulation" oder "Keine Emulation" und als Anzahl der Sektoren "4". Als Hersteller nennen Sie "Microsoft", das Dateisystem lautet "ISO 9660 mit Joliet-Erweiterung". Tipp: Brennen Sie die CD zunächst auf ein CD-RW-Medium, und versuchen Sie, davon zu booten, indem Sie im Bios den CD-Brenner als Bootlaufwerk festlegen. Ist das erfolgreich, können Sie einen normalen Rohling beschreiben, der dann in jedem CD-ROM-Laufwerk funktioniert.
SP1 für Windows XP: Komponenten deaktivieren
Windows-XP-Anwender sind nicht Herr über ihr System. Bei der Installation legt Microsoft fest, welche Komponenten eingerichtet werden. Benutzereingriffe sind weder hier noch nachträglich vorgesehen. Lassen sich nach dem Installieren von SP1 unerwünschte Komponenten de-installieren, etwa der Messenger, der Media Player oder der IE?
SP1 für Windows XP dient erstmals nicht nur der Fehlerbehebung, sondern rüstet auch die Option zum De-Installieren unerwünschter Komponenten nach - und die Möglichkeit, Software anderer Hersteller zu integrieren. Diese Funktion ist jedoch weder freiwillig entstanden noch befriedigend ausgestattet. Während Konkurrenten und später auch Gerichte stets kritisiert haben, dass Microsoft durch die Zwangsintegration von Komponenten seine marktbeherrschende Stellung unzulässig ausnutze, hat Microsoft immer betont, dass Programme wie der IE integraler Bestandteil des Systems seien und daher nicht de-installiert werden könnten. Deshalb bleibt die De-Installation auch unter SP1 Kosmetik: Das tatsächliche Entfernen der Komponenten ist nach wie vor nicht möglich. Microsoft hat lediglich dafür gesorgt, dass die Icons im Start-Menü und der Schnellstart-Leiste verschwinden. Die Programmdateien bleiben auf der Festplatte. Um zumindest die Icons verschwinden zu lassen, klicken Sie in der Systemsteuerung auf das Icon "Software" und wählen "Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen". In der Liste tauchen jetzt beispielsweise auch die Einträge "Windows Media Player" und "Windows Messenger auf". An der Größenangabe ("0,0 MB") und dem Beschreibungstext (etwa: "Fügt den Zugriff auf den Windows Messenger über das Start-Menü hinzu oder entfernt ihn") erkennen Sie aber bereits, dass sich die Komponenten nicht wirklich löschen lassen. Der Windows Messenger zeigt sich von der vermeintlichen De-Installation unbeeindruckt. Das Messenger-Icon erscheint weiterhin im Systray. Standardprogramme wie der Media Player und Outlook Express bleiben ebenfalls solange aktiv, bis Sie ein alternatives Programm installieren. Es bleibt in jedem Fall dem Alternativ-Programm überlassen, bei der Installation die nötigen Registry-Einträge zu erstellen und Dateiverknüpfungen zu ändern. Erst dann startet beispielsweise bei einem Doppelklick auf eine MP3-Datei Winamp statt des Media Players. Ziel der neuen De-Installations-Funktion scheint daher wohl zu sein, PC-Herstellern bessere Möglichkeiten zu geben, vorinstallierte Systeme mit Alternativen zu den mitgelieferten Microsoft-Programmen auszustatten. Darauf deutet auch das neue Icon "Programmzugriff und -standards festlegen" im Dialog "Software" hin. Damit lassen sich die Windows-Standardanwendungen bei Bedarf wieder reaktivieren. -te
Windows XP: Komponenten de-installieren
SP1 sieht erneut keine echte De-Installation der integrierten Software vor. Gibt es andere Möglichkeiten, Komponenten wie den Messenger dennoch loszuwerden?.
Die oben beschriebene Kosmetik von SP1 können Sie ohne große Mühe auch ohne SP1 realisieren - wegen dieses Features lohnt sich die Installition des Service Packs also nicht. Öffnen Sie zu diesem Zweck in einem Texteditor wie Notepad die Datei SYSOC.INF im Verzeichnis %systemroot%\inf. Nun entfernen Sie überall die Zeichenfolge
,HIDE
und speichern die INF-Datei. Wenn Sie jetzt in der Systemsteuerung "Software, Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen" aufrufen, erscheinen die vorher versteckten Einträge in der Liste installierter Software. Per Checkbox können Sie die gewünschten Programme abwählen. Das entspricht exakt der Vorgehensweise von SP1 und entfernt die Icons im Start-Menü und in der Schnellstart-Leiste. Zur endgültigen und vollständigen De-Installation beispielsweise des Messengers geben Sie über "Start, Ausführen" Folgendes ein (eine Zeile):
rundll32 advpack.dll,LaunchINFSection %windir%\inf\msmsgs.inf,BLC.Remove
Klicken Sie dann auf "OK". Achten Sie auf die genaue Groß-/Kleinschreibung und die Leerzeichen. Damit künftig Outlook Express nicht verzögert reagiert, weil es vergeblich nach dem nicht mehr vorhandenen Messenger sucht, starten Sie Regedit und legen unter "Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Outlook Express" einen neuen DWORD-Wert mit dem Namen "Hide Messenger" an. Dem neuen Eintrag weisen Sie nach einem Doppelklick darauf den Wert "2" zu.
Win ME, 2000 und XP: Welche SPs und Updates sind installiert?
Wie stellen Sie auf dem eigenen oder einem fremden PC fest, welche SPs und kleineren Updates bereits installiert sind?
Die Info über installierte SPs unter Windows 2000 und XP erhalten Sie nach einem Rechtsklick auf "Arbeitsplatz" unter "Eigenschaften, Allgemein, System": In der dritten Zeile erscheint die Version des installierten SPs. Genauere Angaben über weitere, kleinere Updates finden Sie allerdings nicht. Unser Tool Fixliste (auf Heft-CD) hilft diesem Missstand ab. Es handelt sich um eine HTA-Anwendung mit eingebettetem VB-Script-Code. Kopieren Sie die Datei in ein beliebiges Verzeichnis, und starten Sie das Programm per Doppelklick. Eine Tabelle zeigt Ihnen daraufhin die Nummer jedes Einzel-Patches, der bereits auf dem System installiert ist. Bei Microsoft tragen Updates jeweils eine eindeutige Identifikationsnummer, die mit "Q" beginnt. Gleichnamige Artikel in der "Microsoft Knowledge Base" erklären das Update im Detail. Von der Nummer zum zugehörigen Artikel gelangen Sie unter http://support.microsoft.com: Geben Sie unter "Knowledge Base Suche" die Kennnummer des Updates ein, etwa "Q282522". Fördert die Suche keinen Beitrag zu Tage, hat Microsoft den Artikel noch nicht ins Deutsche übersetzt. In diesem Fall wählen Sie die "Englische Knowledge Base" und wiederholen dort die Suche.
Windows 2000 und XP: So finden Sie die neusten Updates
Akute Sicherheitslücken in Windows und im IE sind mitunter bereits technisch behoben, die Fixes sind aber noch nicht auf der Windows-Update-Seite erschienen. Wie kommen Sie an brandaktuelle Hotfixes, schon bevor Microsoft die Update-Seite aktualisiert hat?
Bei sicherheitsrelevanten Updates veröffentlicht Microsoft stets ein "Security Bulletin". Über diese englischsprachigen Artikel auf www.microsoft.com/security gelangen Sie zum entsprechenden Patch. Diese manuelle Methode ist nicht ganz so komfortabel wie der Weg über das Windows-Update, aber oft schneller. Außerdem bietet Microsoft mit dem "Baseline Security Analyzer" ein kostenloses Tool an, das Windows 2000 und XP auf aktuelle Updates überprüft und die fehlenden anzeigt: Das englischsprachige Programm ist unter http://download.microsoft.com/download/win2000platform/Install/1.0/NT5XP/EN-US/mbsasetup.msi erhältlich (2,6 MB). Ein Doppelklick auf MBSASETUP.MSI startet die Installation. Starten Sie erst eine Internet-Verbindung, denn der Analyzer benötigt eine Datei mit aktuellen Update-Infos vom Microsoft-Server. Danach rufen Sie das Tool übers Start-Menü auf. Klicken Sie auf "Scan a Computer", akzeptieren Sie im nächsten Menü die Voreinstellungen, und gehen Sie auf "Start Scan". Der Analyzer lädt das "MSSecure XML File" und speichert die Datei als MSSECURE.XML. Es handelt sich dabei um ein derzeit 1,3 MB großes XML-Dokument mit Infos zu allen Updates. Das Programm vergleicht den Zustand des Systems mit diesen Update-Infos und zeigt das Ergebnis in einer Tabelle. Klicken Sie in der Spalte "Windows Hotfixes" auf "Result Details", um zu sehen, was Ihrem System noch fehlt. Komfortabel: Die Nummern der aufgelisteten Updates sind gleich die Links zur passenden Webseite. Ein Klick öffnet ein neues Browser-Fenster und bringt Sie direkt zum passenden Artikel und von dort zum Patch.
Windows 2000 und XP: Backup-Verzeichnis löschen
Sie haben Windows 2000 oder XP mit einem aktuellen SP auf den neuesten Stand gebracht. Als vorsichtiger Anwender haben Sie bei der Installation angegeben, dass die überschriebenen Daten für ein spätere De-Installation gesichert werden sollen. Wie werden Sie dieses Backup los, wenn Sie nach ausreichender Testzeit feststellen, dass Windows tadellos läuft?
Wenn Sie SPs mit der Einstellung "Dateien archivieren" installieren, legt das Setup einen versteckten Ordner mit rund 150 MB gesicherten Originaldateien an. Der Ordner befindet sich im Windows-Verzeichnis und trägt den Namen "$NtServicePackUninstall$", sofern Sie nicht explizit einen anderen angegeben haben. So gewinnen Sie den Speicherplatz zurück: Starten Sie die Eingabeaufforderung (CMD.EXE), und geben Sie folgende Befehlszeile ein:
rmdir /s %windir%\$NtServicePackUninstall$
Das entsorgt den Ordner samt Dateien restlos. Achten Sie sehr genau auf den korrekten Ordnernamen, denn "rmdir /s" ist ein mächtiger Löschbefehl. Gehen Sie anschließend in der Systemsteuerung auf "Software", um die Liste der installierten Programme zu sehen. Klicken Sie den Eintrag des SPs an und dann den Button "Ändern/Entfernen". Windows erkennt jetzt automatisch, dass der Ordner mit den archivierten Dateien fehlt, und bietet an, den Eintrag zu entfernen. Bestätigen Sie mit "Ja". Dabei entfernt Windows auch den zugehörigen, nun verwaisten Registry-Eintrag unter "Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall".
Office XP: Installations-CD inklusive SP?
Seit Erscheinungstermin des SP2 für Office XP kursieren Anleitungen, wie sich eine Setup-CD des Software-Pakets mit integriertem SP auf CD brennen lässt. Diese Anleitungen klingen meist plausibel und versprechen, bei einer Neuinstallation von Office das Einspielen des SPs überflüssig zu machen. Das Versprechen wird bei den normalen Kaufversionen von Office XP allerdings nicht erfüllt. Voraussetzung für ein integriertes SP auf der Setup-CD ist nämlich eine "administrative Installation" von Office. Mit dem Befehl
setup /a
entpacken Sie die Installationsdateien in ein temporäres Verzeichnis, in das vor dem Brennen das SP2 zu integrieren ist. Parameter /a funktioniert nur bei Enterprise-Versionen von Office XP, nicht bei der Einzelhandelsversion. Schließlich erwerben Sie damit nur eine Lizenz, eine Netzwerkinstallation hat Microsoft deshalb nicht vorgesehen.
Service Packs: Gratis bei Microsoft bestellen
Ohne flotte Internet-Anbindung ist der Download von SPs mühsam. Rund 30 MB umfassen die Express-Versionen für Windows 2000 und XP (==> Punkt 2), die kompletten Pakete mehr als 130 MB. SP2 für Office XP kommt auf immerhin 17 MB - für Modemnutzer auch schon zu viel. Um trotzdem an die Updates zu gelangen, können Sie die SPs bei Microsoft auf CD bestellen - kostenlos ("0,00 Euro"). Über www.microsoft.com/germany/ms/windows2000/upgrade/sp3/default.htm kommen Sie an ein Bestellformular für das aktuelle SP3 für Windows 2000. Die CD für Office XP bestellen Sie unter www.microsoft.com/germany/ms/officexp/servicepacks/sp2.htm. Nachdem Sie das Formular ausgefüllt haben, erhalten Sie eine Mail mit Auftragsbestätigung und einen Link zum Status der Bestellung. Einziges Ärgernis: Ein Klick auf den Link führt Sie nicht zu den Details Ihrer Bestellung, sondern zu einer Anmeldemaske für Microsofts Passport. Wer noch nicht Mitglied ist, muss sich erst bei Passwort anmelden. Die Passport-Anmeldung ist aber keine Voraussetzung für die Bestellung selbst, wohl aber für Änderungen oder die Statusprüfung.
Daten des Vista-Dienstes
| Friendly Name: | Windows Update |
| Interner Name: | wuauserv |
| Starttyp: | automatisch |
| Starttyp (empfohlen): | automatisch |
Beschreibung des Vista Dienstes
| Dieser Dienst ist zuständig für das Erkennen, Herunterladen und Installieren von Updates für Vista und andere Programme. Wenn der Dienst deaktiviert ist, können "Windows Update" beziehungsweise die Funktion "Automatische Updates" nicht verwendet werden. Zudem können Programme dann die "Windows Update Agent-Programmierschnittstelle" (WUA API) nicht mehr ansprechen. |


